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Alois Frankl - Werkzeug im Alltag, was ist es und was soll es können?

Alois Frankl - Werkzeug im Alltag, was ist es und was soll es können?

Alois Frankl, gelernter Tischler, Koch aus Leidenschaft.

 

Ein Gespräch unter vier Augen.

 

W: Lieber Alois, mich hat es sehr gefreut, dass du dir die Zeit nimmst und mich auf meine Anfrage hin gleich zu dir ins Waldviertel eingeladen hast.

A: Gerne, ich hoffe du hast Hunger mitgebracht! 

W: Natürlich! Wie ich sehe ist das Feuer auch schon kräftig am lodern, was gibt es denn heute?

A: Lass dich überraschen.

W: Du hast in deinen jungen Jahren Tischler gelernt, erzähl mal.

A: Also mit 15 Jahren habe ich in einer kleinen Tischlerei angefangen zu lernen, mir hat der Beruf immer sehr viel Spaß gemacht, vor allem das Handwerk. Als immer mehr die Maschinen kamen, ging mir das alles viel zu schnell. Ich mag es, wenn man sich Zeit für die Arbeit nimmt, und nicht der Hektik verfällt. 

W: Du meinst, du hast immer gerne mit typischem Werkzeug gearbeitet?

A: Ja, Hobel, Hammer, Stechbeitel. Es ist erstaunlich, wie wenig Werkzeug man braucht, um etwas tolles zu erschaffen.

W: Welches ist denn dein Lieblingswerkzeug?

A: Ganz klar der Hammer. Auch rein geschichtlich war es ja das erste Werkzeug, dass sich der Mensch zu Nutzen nahm. Und dass es jetzt noch allgegenwärtig ist, schließt auf die unglaubliche Bedeutung dieses Werkzeugs. Ein Hammer hält ewig, klar, der Stil kann mal brechen, dann macht man einen neuen rein. Ich habe immer noch einen Hammer meines Großvaters in der Werkstatt, mit jedem Schlag wird dieser noch schöner.

W: Du kochst ja auch sehr gerne, wie kann man diese Einstellung beim kochen wiederfinden?

A: In der Küche ist es ja das gleiche. Man braucht im Grunde nicht viel um tolles zu kreieren. Das Messer ist für mich der Hammer der Küche. Ein gutes Messer muss nicht viel können, das was es aber können muss, sollte es sehr gut können, nämlich das schneiden. Ich denke nicht viel über das Werkzeug nach, es ist einfach eine Verlängerung meines Armes, und somit meines Körpers und meiner Gedanken. Ich nehme es mir zu Nutzen, ich beherrsche es sozusagen. 

W: Das Messer als Hammer der Küche, schöne Metapher. 

A: Haha, ja, irgendwie passt das doch. Etwas mehr Pflege braucht das Messer jedoch, meine Messer sind immer scharf. Mit stumpfen Werkzeug verletzt man sich, das ist auch in der Werkstatt so. Ist das Stechbeitel stumpf, rutscht man ab und man weiß nicht, was es tut. Das ist bei einem Messer nichts anderes.

W: Da hast du recht! Es riecht hier schon sehr gut, jetzt sag mal, was gibt es denn heute.

A: Lachs auf Zedernbrett über dem Feuer geräuchert, dazu Speck und Lauch.

 

 

W: Wow, hast du für unsere LeserInnen auch ein Rezept dafür? 

A: Klar